Was eine neue Hauptuntersuchung 2026 kostet

Die Gebühren für HU und Abgasuntersuchung zusammen liegen für einen normalen Pkw je nach Prüforganisation und Region meist zwischen 130 und 170 Euro. Es gibt keine bundeseinheitliche Preisliste, TÜV, Dekra, GTÜ und die freien Prüfstellen setzen ihre Preise selbst fest. Ein Preisvergleich vor Ort lohnt sich, besonders wenn Sie ohnehin mehrere Angebote für die anstehenden Reparaturen einholen.

Die vier Mängelklassen, und was sie für den Verkauf bedeuten

KlasseBedeutungFolge für den Verkauf
Ohne Mängel (OM)Fahrzeug technisch einwandfreiNeue Plakette, stärkstes Argument gegenüber Käufern
Geringer Mangel (GM)Kleinigkeit wie eine defekte Glühlampe oder ein zerkratzter SpiegelPlakette trotzdem, Mangel wird im Bericht vermerkt
Erheblicher Mangel (EM)Sicherheitsrelevanter Defekt, zum Beispiel an Bremsen oder AchsenKeine Plakette, Nachprüfung nach Reparatur nötig
Gefährlicher Mangel (VM)Fahrzeug gilt als verkehrsunsicherWeiterfahrt eigentlich unzulässig, sofortige Reparatur nötig

Für eine Nachprüfung nach erheblichem Mangel fallen je nach Bundesland und Prüforganisation zusätzlich rund 15 bis 30 Euro an, meist innerhalb eines Monats nach der ersten Untersuchung fällig.

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Die Rechnung, die wirklich zählt

Ein Käufer rechnet selten mit dem Listenpreis der HU. Er zieht die Kosten der Untersuchung plus seine eigene Schätzung der nötigen Reparaturen vom Angebotspreis ab, oft mit einem Sicherheitsaufschlag, weil er das Risiko unbekannter Folgeschäden nicht kennt. Genau dieser Aufschlag verschwindet mit einem frischen Bericht ohne Mängel. Bei einem erwarteten geringen Mangel lohnt sich die neue HU deshalb fast immer: Die Kosten liegen meist unter dem Abschlag, den ein unsicherer Käufer sonst kalkuliert.

Bei einem erheblichen Mangel kippt die Rechnung. Wenn die nötige Reparatur einen großen Teil des Fahrzeugwerts auffrisst, holen Sie diesen Betrag beim Verkauf selten vollständig zurück. In diesem Fall punktet ein ehrlicher, entsprechend niedrigerer Preis ohne neue Plakette meist mehr als eine teure Reparatur vor dem Termin.

Wann Sie besser ohne neue HU verkaufen

  • Das Fahrzeug ist bereits älter oder hat einen niedrigen Marktwert, die Reparatur würde einen zu großen Anteil davon auffressen.
  • Es drohen mehrere erhebliche Mängel gleichzeitig, etwa an Bremsen, Auspuff und Fahrwerk.
  • Sie verkaufen ohnehin an einen Händler oder Exporteur, der eine eigene Prüfung durchführt und den Zustand selbst kalkuliert.
  • Ein schneller Verkauf ist Ihnen wichtiger als der letzte Euro, und Sie nennen den fehlenden TÜV offen im Kaufvertrag.
Ein Auto ohne gültige Hauptuntersuchung privat zu verkaufen ist in Deutschland grundsätzlich erlaubt, solange alle bekannten Mängel im Kaufvertrag klar benannt werden. Der Käufer trägt dann bewusst das Risiko und kalkuliert es in seinem Angebot ein.

Was Käufer beim Termin wirklich prüfen

Eine frische Plakette allein überzeugt selten. Die meisten Käufer gehen selbst mit einer eigenen Checkliste zum Besichtigungstermin und vergleichen Kilometerstand, Serviceheft und HU Bericht miteinander. Unser Ratgeber zur Gebrauchtwagen Checkliste zeigt genau, worauf ein aufmerksamer Käufer achtet, noch bevor er über den Preis spricht.

Der Preis zuerst, dann die Entscheidung über den TÜV

Bevor Sie Geld in eine neue Hauptuntersuchung stecken, lohnt sich ein Blick auf den realistischen Marktwert Ihres Fahrzeugs. Nur so sehen Sie, ob sich die Investition überhaupt im Verhältnis zum erzielbaren Preis lohnt. Holen Sie sich eine kostenlose Sofortbewertung für Ihr genaues Modell und den Kilometerstand, und vergleichen Sie anschließend, ob sich in Ihrem Fall eher der Privatverkauf oder der Verkauf an einen Händler lohnt.

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